Die Sehnsucht anzukommen


Warum sich manche Menschen nie ganz zuhause fühlen – in ihren Räumen und auch in dieser Welt

Wenn sich Zuhause nicht wie Zuhause anfühlt

Hattest du schon mal dieses Gefühl: dieses sich-nicht-zuhause-fühlen? Dieses nicht-ganz-angekommen-sein? Vielleicht in deiner jetzigen Wohnung? Oder auch schon in denen davor? Vielleicht sogar in dieser Welt?

 

Im normalen Alltag geht dieses Gefühl meistens unter, aber in den stillen Momenten spürt man es: wie eine leise Sehnsucht - als würde irgendetwas fehlen.

 

Manchmal zeigt es sich, wenn man nach einem langen Tag nach Hause kommt und sich dann eben nicht dieses Gefühl einstellt von: Aufatmen – Geborgenheit - Ankommen,

…sondern vielmehr etwas, wie eine innere Einsamkeit, eine innere Unruhe.

 

Manche beginnen dann sich abzulenken, mit Haushalt, aufräumen, sich vom Fernseher oder dem Smartphone berieseln zu lassen, mit Grübeln oder Ablenkung im Außen: Freunde treffen, unterwegs sein, shoppen, Urlaub…


Vielleicht kennst du das Gefühl schon länger – manche kennen es ihr ganzes Leben. So ein Gefühl der Fremdheit – bei manchen mehr, bei anderen weniger. Das Gefühl, irgendwie anders zu sein. Nicht falsch, aber vielleicht einfach nicht am richtigen Platz.

Woher kommt dieses Gefühl?

Ich kannte dieses Gefühl früher selbst sehr gut und auch heute ist es manchmal immer noch vertraut – und doch hat es sich verändert. Meine schamanisch-energetische Arbeit und natürlich meine Arbeit mit Räumen haben es verändert.

 

Woher diese Art von Gefühl kommt, dazu gibt es unterschiedliche Gründe und Theorien:

Natürlich spielt der Raum selbst eine enorm große Rolle. Zusätzlich sehen manche die Ursache in frühen Erfahrungen oder Prägungen. In vielen Fällen spielt das Nervensystem und das Gefühl der inneren Sicherheit eine große Rolle. Manche, die das Gefühl haben „anders“ zu sein, entdecken irgendwann, dass sie wahrscheinlich zu der Gruppe der Hochsensiblen gehören oder irgendwie neurodivergent sind. Und einige finden sich in dem Begriff Starseed wieder.

 

Wahrscheinlich kommen, wie so oft, auch mehrere Faktoren zusammen.

 

Ich persönlich finde die Frage nach dem Grund dahinter ja immer ungemein spannend. Und doch fungiert diese Sehnsucht vielleicht einfach als Wegweiser…

Essenzielle Fragen und eine schamanische Erfahrung

Auf einer schamanischen Reise bin ich vor kurzem ganz unverhofft diesem Thema begegnet und möchte diese überraschende Erfahrung gerne mit dir teilen, da sie mich sehr berührt hat. Nicht weil ich sie als alleinige Wahrheit sehe, sondern als eine Perspektive, die vielleicht auch etwas in dir bewegt.

 

Die Reise des monatlichen schamanischen Raums führte zu den Sternen. Es ging um die essenziellen Fragen: „Wer bist du? Warum bist du hier? Woher kommst du und was ist hier dein Auftrag?“

 

Ich spürte auf dieser Reise ganz tief in mir ein Gefühl der Verbundenheit, das schwer in Worte zu fassen ist. Ich bekam keine Informationen in Form von Worten, wie wir es kennen, es war einfach ein Gefühl von Wiedersehen und Freude. Ich spürte ohne es wirklich zu sehen, mehr wie ein tiefes Gefühl, als würden mir meine Sternenverbündete liebevoll zunicken. Ein Gefühl von Wärme, innerem Frieden, Erleichterung und Stolz gleichzeitig. Ein Moment von absoluter Klarheit und Vertrauen: ‚Ich bin genau da, wo ich sein soll.‘ 

Eine weise Botschaft

Ich fragte nach dem Gefühl des Ankommens, des Zuhause seins, das mir in meinem Tun und in meinen Beratungen zur Zeit so oft begegnet. Und bekam folgende Antwort:

„Wenn du weißt, wer du bist und woher du kommst, wirst du dich niemals heimatlos fühlen. Ankommen, zuhause fühlen ist dann ein Teil von dir.“

 

Und in dem Moment spürte ich die Wahrheit dieser Botschaft, auch, wenn ich mir gar nicht darüber klar war, welche Ebenen das wirklich umfasst.

 

Aber vielleicht ist das auch gar nicht so wichtig, und jeder darf hier seine eigene Geschichte und seine eigenen Antworten finden - das eigene 'wer bin ich und woher komme ich'.

 

Die eigene Identität, die eigene Wohngeschichte, vielleicht die Geschichte der Blutsfamilie und der Ahnen, vielleicht Erfahrungen aus der Kindheit oder vielleicht eine tiefe spirituelle Verbundenheit.  

Vielleicht beginnt Ankommen genau hier

Entscheidend ist, dass du beginnst, diesem Gefühl der Sehnsucht wieder zuzuhören. Vielleicht versucht sie uns gar nicht zu sagen, dass wir falsch sind. Sondern dass wir uns daran erinnern dürfen, wer wir wirklich sind. Und vielleicht dürfen wir dazu auch wissen, woher wir kommen. 

 

Und dann können unsere Räume uns wirklich helfen anzukommen – und zu einem Zuhause werden:

Sie können uns jeden Tag daran erinnern, wer wir sind.

Sie können uns das Gefühl geben, sicher zu sein.

Sie können still werden, wenn unser Inneres zu laut ist.

Sie können uns tragen, wenn wir erschöpft sind.

Und sie können zu einem Ort werden, an dem wir aufhören, gegen uns selbst zu kämpfen.

 

Dieses Gefühl von Zuhause beginnt nicht mit der perfekten Einrichtung à la Möbelkatalog oder mit der Pantone-Farbe des Jahres „Cloud Dancer“, sondern in dem Moment, in dem ein Mensch beginnt zu fühlen:

Ich bin hier richtig.

 

Bestimmt verschwindet das Gefühl der Fremdheit dadurch nicht sofort und vielleicht bleiben manche Fragen ein Leben lang offen.

Aber wenn wir einen Ort haben, an dem wir jeden Tag ein wenig mehr bei uns selbst ankommen dürfen - ein Ort, der uns an unsere Essenz erinnert, verändert sich etwas.

 

Und vielleicht verwandelt sich die Sehnsucht dann nach und nach in ein „herzlich Willkommen“.


 

Vielen Dank für die Bilder an Unsplash und die Fotografen:

Andrew Neel für das "Welcome"-Foto  

und Megan Nixon für das Foto des "Home"-Schildes

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