Kann deine Wandfarbe die Welt verändern?


Warum Raumgestaltung so einen großen Einfluss hat

Vor ein paar Tagen war ich spontan in einem dieser orangefarbenen Baumärkte unterwegs. An der Kasse blieb mein Blick an einem Stapel Postkarten hängen – irgendeine Marketing-Aktion des Baumarkts.

 

Ich bin ein riesiger Fan von Typographie-Postkarten. Diese mit besonderen Sprüchen, die einen kurz innehalten lassen und dazu schön gestaltet sind.
Deshalb kam ich nicht drum rum eine Postkarte mitzunehmen. 

"Du kannst die Welt nicht ändern – aber deine neu streichen."

...steht auf der Karte.

Der Spruch hat mich irgendwie zum Nachdenken gebracht…

Denn an diesem Tag wirkte die letzte schamanische Reise, bei der uns die Spirits zu einer Art Dimensionstor geführt haben, sehr stark in mir nach. 
Diese Reise führte wie in eine neue Dimension – eine Dimension, in der es darum geht, unsere Welt bewusst zu erträumen.
 


Sie nicht einfach hinzunehmen oder Angst vor ihr zu haben, sondern sie bewusst zu kreieren - zu entscheiden, wie die eigene Welt sein soll. Sie mitzugestalten und zu erschaffen - schamanisch, energetisch und ganz bewusst im Alltag.
(Diese Reise hat übrigens unglaublich tief in mir gewirkt - falls es dich ruft, der schamanische Raum für dich ist noch ein paar Tage lang offen. Schau gerne mal hier.)

 

Und dann war da der Gedanke:

Hat die Postkarte vielleicht recht? Können wir die Welt denn wirklich nicht ändern?

Im Moment fühlt es sich wirklich fast so an, wenn man die Nachrichten verfolgt.

 

Und trotzdem: Ich glaube ganz fest daran, dass wir die Welt verändern können - tatsächlich würde das Leben für mich gar keinen Sinn machen, wenn wir durch unser Sein keinen Einfluss hätten auf die Welt.
Vielleicht nicht jeder in dem Ausmaß eines Mahatma Gandhi. Vielleicht entdecken wir kein Penicillin wie Alexander Fleming.

Aber wir verändern die Welt jeden Tag – und wenn auch nur in kleinen, leisen Momenten.

 

Wenn du einen fremden Menschen auf der Straße anlächelst.
Wenn du dich entscheidest, Bio-Lebensmittel oder regional einzukaufen.
Wenn du bewusst auswählst, was du konsumierst – an Dingen, an Informationen, an Energie.

 

All das verändert die Welt um dich herum. Die Frage ist vielleicht viel mehr, wie möchten wir unsere Welt denn haben und haben wir auch den Mut sie zu verändern?

 

Und übrigens – auch die Art, wie du deine Räume gestaltest, verändert deine Welt.

Welche Farbe du an deine Wand streichst, hat einen Einfluss. Nicht nur aus baubiologischer Sicht – durch Inhaltsstoffe, Ausdünstungen, Wirkung auf deinen Körper - sondern auch wohnpsychologisch und energetisch-schamanisch.

 

Du weißt das vermutlich schon:
Eine rote Wand wirkt ganz anders auf uns als eine blaue.
Es gibt sogar Studien, die zeigen, dass das Temperaturempfinden in einem roten Raum um mehrere Grad höher ist als in einem blauen.

Und jetzt stell dir vor:

Was wäre, wenn wir deine Räume so gestalten würden, dass sie deiner „höchsten Frequenz“ entsprechen? Dass sie dich unterstützen, dass sie dich in deine Kraft bringen. Welchen Einfluss hätte das auf dich?
Und welchen Einfluss hättest du dann auf die Welt?

Schöne Räume bedeuten nicht unbedingt Wohlfühlen

Viele von uns leben in sehr schönen Räumen. Und wenn du mir folgst, hast du vermutlich selbst ein feines Gespür für Ästhetik und Gestaltung.

Und trotzdem bedeutet „schön“ nicht unbedingt stimmig für dich. Vielleicht gibt es in deinem Zuhause auch diesen einen Raum oder diesen einen Bereich, in dem du dich nicht so richtig wohl fühlst.

 

Ich kenne das selbst. Ich habe jahrelang in einer Wohnung gelebt, in der ich mich nie wirklich entspannen konnte. Ich habe damals keinen Ort in der Wohnung gefunden, an dem ich mich wirklich vollkommen sicher und geborgen gefühlt habe und an dem ich mich angekommen gefühlt habe - obwohl sie schön war. Und das hatte natürlich eine Wirkung auf mich.
(Diese Erfahrung in der Wohnung war einer der Hauptauslöser, warum ich mich dann so intensiv mit der der Geomantie, der Wohnpsychologie und dem energetisch-schamanischen Feng Shui beschäftigt habe.)

 

Falls du mehr darüber lesen möchtest, warum ein „schöner“ Raum nicht automatisch wohlfühlen bedeutet, dann schau gerne mal in diesen Blog-Artikel "Warum wir uns in "schönen" Räumen manchmal unwohl fühlen".


Räume umgeben uns jeden Tag. Sie wirken auf unser Nervensystem, auf unsere Stimmung, auf unsere Gedanken.

Unsere Gedanken wirken auf unsere Gefühle.
Unsere Gefühle auf unseren Körper.
Und all das wirkt auf unsere Handlungen.

So erschaffen wir – Tag für Tag – unsere Realität.
Und wirken damit wieder auf die Welt.

 

Und jetzt stell dir vor, du hättest einen Raum, in den du hineinkommst und sofort spürst:
Ich bin sicher. Ich bin gehalten. Ich bin genau richtig, so wie ich bin.

Ein Raum, in dem Stress abfallen kann, in dem du Kraft tankst.

Wie würdest du am nächsten Tag in die Welt hinausgehen? Was würdest du erschaffen? Wie würdest du wirken?

Lass uns das an einem konkreten Beispiel ansehen:

Stell dir vor, du wachst morgens auf. Noch bevor du irgendetwas denkst, spürt dein Körper: Es ist alles ok - ich bin sicher.

Das Licht im Raum ist ganz sanft. Es erinnert mehr an einen Sonnenaufgang als an „mitten in der Nacht aufstehen“ und grelles „Funktionieren müssen“.

Die Farben um dich herum fühlen sich ruhig an. Sie wurden nicht zufällig ausgewählt, sondern auf dich und deine Bedürfnisse abgestimmt.

Du gehst ins Bad. Ein angenehmer Duft liegt in der Luft. Deine Schultern sinken ein kleines Stück tiefer. Du schenkst deinem Spiegelbild ein Lächeln. Dein Atem wird tiefer und ruhig.

 

Beim Frühstück fällt dein Blick auf ein Bild. Es erinnert dich an einen Moment während einer schamanischen Reise, als dein Krafttier dir gezeigt hat, wie viel Kraft in dir schlummert und wie bunt und lebendig die Welt ist, in der du deine Seelenkraft lebst.

Für einen Moment erinnerst du dich an das Gefühl deiner Kraft. Du spürst wie du innerlich lächelst - nicht, weil alles perfekt ist an diesem Tag, sondern, weil du dich erinnert hast an diesen kraftvollen Moment und dich gehalten und verbunden fühlst.

 

Und jetzt stell dir das Gegenteil vor.

Du wachst im Chaos auf. Das Licht im Bad ist grell und lässt dich müder aussehen, als du dich ohnehin schon fühlst.


Beim Frühstück wackelt der Esstisch, dadurch klirrt die Tasse bei jeder Bewegung und schon ist da dieses Gefühl von Genervtsein, von „das-muss-ich-auch-noch-erledigen“ oder ein unterschwelliges Gefühl von „etwas-stimmt-hier-nicht“.

Noch bevor der Tag richtig begonnen hat, ist dein Nervensystem bereits angespannt.

 

Und jetzt fühl mal, wie unterschiedlich diese beiden Situationen bzw. Räume deine Energie beeinflussen.

 

Mit welcher Energie würdest du in den Tag gehen? Menschen begegnen? Entscheidungen treffen?

Unsere Räume sind keine neutralen Orte.

Ein Raum kann uns jeden Tag daran erinnern, wer wir sind, wenn wir in unserer höchsten Energie sind.

Oder er hält uns in dem Glauben, dass wir nicht gut genug sind, Schönheit nicht verdient haben und, dass ein angepasstes Leben vielleicht sicherer ist.

 

Wenn wir in einem Raum leben, der uns hält, der uns reguliert, der uns auf seelischer Ebene anspricht, dann verändert sich etwas ganz Grundlegendes.

Wir reagieren anders.

 

Und genau so beginnt Veränderung in der Welt: Nicht im Außen, sondern im Inneren.

Gerade jetzt, in einer Zeit voller Unruhe, voller Reizüberflutung, voller Unsicherheit, brauchen wir Orte, an denen wir wirklich ankommen dürfen. Nicht nur schöne Räume, sondern Kraftorte.

Orte, die uns an unsere Seelenkraft erinnern - an das, was uns Kraft gibt und was uns ausmacht.

 

 

Vielleicht verändern wir die Welt nicht auf einen Schlag.

Aber wir verändern sie - Raum für Raum - von innen nach außen.

Und manchmal beginnt das mit einer einfachen Frage:

 

Wie wirken meine Räume eigentlich auf mich?


Kleine Übung um deine Räume zu erspüren:

Schließ doch einfach mal kurz die Augen.

Geh gedanklich durch dein Zuhause.

Spür hin – ganz ohne etwas verändern zu wollen und ohne zu bewerten.

Wo geht deine Aufmerksamkeit hin?

Und dann achte mal nicht auf deine Gedanken, die sofort bewerten, Lösungen vorschlagen oder dir erzählen, was du noch alles erledigen musst..., sondern achte auf deinen Körper. Wo wird es weit? Wo zieht sich etwas zusammen?

Dein Körper kennt die Antwort. 

 

Und wenn du magst, teile deine Erkenntnisse gerne mit mir.